Cyriakusgemeinde

Evangelisch in Rödelheim

Pfarrer Dr. Till Schümmer

Alexanderstr. 37
60489 Frankfurt
Telefon 069-788278
till.schuemmer(at)ekhn.de

Seit Juni 2019 bin ich Pfarrer in der Cyriakusgemeinde. Bis das Bauprojekt fertig ist, werde ich mit meiner Frau und meinen drei Söhnen in Neu-Anspach wohnen. Tagsüber werden Sie mich vielleicht ganz spontan auf den Straßen Rödelheims antreffen. Sprechen Sie mich an, besuchen Sie mich im Pfarramt in der Alexanderstraße 37, schreiben sie mir eine e-Mail till.schuemmer(at)ekhn.de oder rufen Sie mich unter der 069-788278 an (bitte keine Angst vor der Mailbox haben – ich rufe sobald es geht zurück).

Meine Arbeitsschwerpunkte liegen neben dem Feld der Gottesdienste und der Seelsorge in der Religionspädagogik. Sehr gerne gestalte ich zusammen mit der Sossenheimer Pfarrerin Dr. Eisenberg und dem Team der jugendlichen Mitarbeiter*innen die Konfizeit für Jugendliche aus Rödelheim und Sossenheim. Diese Zeit ist für viele Jugendliche eine ganz besondere Zeit. Hier werden neue Freundschaften geschlossen und gemeinsam beginnt die Suche nach dem Glauben im eigenen Leben. Oft passiert das spielerisch, manchmal auch mit Theaterelementen, die mir sehr am Herzen liegen.

Die Auseinandersetzung mit Glaubens- und Lebensfragen findet auch im Religionsunterricht Raum. Mir ist wichtig, dass der Religionsunterricht für Schüler*innen der Grundschule zum Fragen nach dem Glauben hinführt und dabei das Leben nicht aus dem Blick verliert. Gemeinsam mit den Schüler*innen üben wir das Theologisieren ein und stellen uns auch schwierigen Themen, wie zum Beispiel der Frage nach dem Sterben und dem Ewigen Leben. Dass dies für Grundschulkinder bereits ein wichtiges Thema ist, da sie nicht selten schon erste Erfahrungen mit dem Tod in der Familie gemacht haben, zeigt sich zum Beispiel bei den Besuchen des Friedhofs oder eines Bestattungshauses.

Die Bereiche Gottesdienst und Seelsorge teile ich mir mit meiner Kollegin Pfarrerin Silke Schrom.

Im Bereich Gottesdienst wechseln wir uns bei der Gestaltung von Gottesdiensten in der Regel ab. Besondere Freude machen mir Gottesdienste, die kreativ anders sind. Die Parkweihnacht, das Gemeindefest am Bahnhof, der Schulanfangsgottesdienst auf dem Schulhof der Brentanoschule oder das Himmelspicknick am Blauen Steg sind Beispiele für solche Gottesdienste, an denen Kirche an den Orten und Plätzen Rödelheims sichtbar wird. Zu besonderen Tagen darf der Gottesdienst auch besonders werden – zum Beispiel am Valentinstag, der seit zwei Jahren im Zeichen der Verliebten steht.

Im Bereich der Seelsorge begleite ich gerne Menschen bei Fragen der Lebensgestaltung an Wendepunkten ihres Lebens. So unterschiedlich die Anlässe sind, so gut tut es, sich an diesen Punkten von Gott getragen zu wissen. Deshalb ist die Begleitung von Trauernden bei Trauerfeiern ebenso wichtig wie die Begleitung von Eltern nach der Geburt eines Kindes auf dem Weg zur Taufe.

In unserer Gemeinde ist viel im Umbruch. Gemeinsam mit Pfarrerin Schrom begleite ich das Bauprojekt „Auf der Insel“, das uns alle in den letzten Jahren auf viele Proben gestellt hat. Um so schöner ist es, wenn wir hier Fortschritte sehen und Besucher*innen der Baustelle inzwischen auch sagen können, dass das Ergebnis doch schön werden wird.

Gerade in der Coronazeit war mir die Kommunikation mit den Gemeindemitgliedern ein besonderes Anliegen. Zu den großen Festen entstanden Gottesdiensttüten, die mit so manchen Bastel- und Gestaltungsanregungen die Feste in die Häuser in Rödelheim brachten. An den normalen Gottesdiensten gab es Andachten auf der Homepage, die ich im Wechsel mit Pfrin. Schrom gestalten durfte. Die größte Neuerung in diesem Feld war ganz sicher die Einführung der Gemeinde-App. Es ist schön zu sehen, dass inzwischen etwa 150 Haushalte darüber erreicht werden und sich auch im Digitalen ein Netzwerk zwischen den Gemeindemitgliedern bildet. Gleichwohl ist der Cyriakusbrief nach wie vor ein wichtiges Medium in der Gemeinde. Dass dieser immer wieder erscheint und auf das Gemeindeleben neugierig macht, ist mir ein großes Anliegen.

Bevor ich den Weg in den Pfarrberuf einschlug habe ich etwa 16 Jahre als Informatiker gearbeitet. Es ging dabei oft um die Frage, was Menschen zusammenführt und wie Beziehungen erhalten bleiben können. Und es ging um Fragen, wie Menschen – mit Unterstützung der passenden Medien – von- und miteinander lernen können. Auch wenn ich jetzt nur noch selten Programme schreibe, sind mir die Beziehungen zwischen Menschen immer noch genauso wichtig. Wo wir als Gemeinschaft unterwegs sind, erfahren wir auch etwas von der Gemeinschaft Gottes mit uns. Das ist heutzutage wichtiger denn je. Statt mit Verachtung im Stile von abwertenden Kurzbotschaften möchte ich mit dem Blick der Nächstenliebe Zeit teilen, dass wir füreinander da sind und uns nicht aus dem Blick verlieren.