Pfr. Schümmer | Ev. Cyriakusgemeinde Frankfurt-Rödelheim
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Cyriakusgemeinde

Evangelisch in Rödelheim

„Krieg ist nicht Gottes Wille“

26. Februar 2022
Generationsübergreifend
Gottesdienst

Friedensgottesdienst am 27. Februar um 10:00 im Gemeindehaus

Die aktuelle Kriegslage in der Ukraine geht vielen Menschen in Rödelheim sehr nah. Uns kann und darf die Angst und das Leid der Menschen in der Ukraine nicht kalt lassen. Wo ich im Unterricht unterwegs bin, erzählen Kinder von ihren Sorgen um Verwandte, die in der Ukraine leben. Für sie ist es der drastischste Moment, an dem sie die Verletzlichkeit des Lebens und der Freiheit spüren. Bei anderen Kindern kommen angesichts der neuen Bilder von Kampfhandlungen und der großen Zahl von Flüchtlingen Erinnerungen an die Kriegserfahrungen der eigenen Eltern wieder hoch. Das zeigt: Der Krieg in der Ukraine ist in seiner Geschwindigkeit und Massivität eine große Erschütterung unseres Vertrauens auf Frieden. Zugleich sind in der Welt noch viele Kriege, die aus den Augen verloren gingen.

Ich sehe die Kriege und mein Herz kann nicht anders, als in Worten der Klage zu Gott zu schreien: Warum lässt du das zu, Gott? Warum müssen Kinder wieder auf der Flucht sein? Warum all die Zerstörung und all das Leid?

Mit der Klage wächst die Sehnsucht nach Frieden. Die Friedensbilder Jesajas und das Friedensversprechen Jesu waren im heutigen Religionsunterricht Bilder der Hoffnung, in denen nicht nur Kinderseelen etwas Frieden finden können. Sie stoppen die Kriegshandlungen nicht. Das müssen die Menschen schon selbst wollen und tun. Aber sie schenken Hoffnung und die Kraft, für den Frieden zu beten. Dass Grundschüler:innen ihre Gebete nach Frieden in Worte fassen können, die von einem tiefen Vertrauen in die Option zum Frieden geprägt sind, lässt auch Erwachsene hoffen.

Das gemeinsame Gebet verwandelt Ängste in Zuversicht. Und so wird der Gottesdienst am Sonntag, dem 27.02., ein Gottesdienst für den Frieden werden. Das ursprüngliche geplante laute Lachen im Sinne der Fastnacht wird sich gedulden müssen. Ich möchte es mit den Worten des 126. Psalms halten:

Psalm 126, 1-2

Wenn der HERR die Gefangenen Zions erlösen wird,
so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens
und unsre Zunge voll Rühmens sein.
Da wird man sagen unter den Völkern:
Der HERR hat Großes an ihnen getan!

Im Gottesdienst werden wir Friedenstexte aus der Bibel hören, für den Frieden beten und auch in der Predigt nach Wegen suchen, die uns zum Frieden stärken. Dazu sind Sie herzlich eingeladen. Bitte denken Sie an den entsprechenden 2G-Nachweis. Sollten Sie aus der Ferne mitfeiern wollen, dann sprechen Sie am Sonntag um 10:00 Uhr ein kurzes Gebet für den Frieden. Gerne können Sie Ihr Gebet auch mit anderen teilen, indem Sie es unter diesem Beitrag als Kommentar hinterlassen.